JAGS holen Supercup – UHK muss sich erneut geschlagen geben

Der erste Titel der neuen Saison geht an die roomz JAGS Vöslau. Der FÖRTHOF UHK KREMS musste sich am Samstagabend im druck.at HLA SUPERCUP in der Sporthalle Atzgersdorf nach einer über weite Strecken umkämpften Partie mit 31:35 geschlagen geben. Damit verpassen die Wachauer nach dem Vorjahr erneut den Supercup-Titel.

29. August 2026 | Jil Pastner

Der FÖRTHOF UHK KREMS startete zunächst etwas holprig in die Partie, nach hektischen Anfangsminuten gingen die Industrieviertler sogleich mit 2:0 in Führung. Trainer Ibish Thaqi setzte dennoch von Beginn an auf die beiden Neuzugänge Jonas Elverhøy (Zum Interview) und Maxim Schalles (Zum Interview). Letzterer benötigte nicht lange, um erstmals im Kremser Trikot anzuschreiben und erzielte in der fünften Spielminute das 3:2, ermöglichte damit den Anschluss.

Auch Keeper Lukas Domevscek fand zunehmend besser in die Partie. Mit einem gehaltenen Siebenmeter setzte der Kremser Schlussmann früh ein erstes Ausrufezeichen. Dennoch behielten zunächst die JAGS knapp die Nase vorne. Auch Ex-Vöslauer Christoph Barta (Interview folgt) traf erstmalig im UHK-Dress (6:6, 10. Spielminute). Kapitän Kenan Hasecic stellte in der elften Minute abermals auf 7:7 und hielt die Partie damit völlig offen.

Kurz darauf belohnte sich auch die Kremser Defensive: Nach einem Ballgewinn erzielte Jonas Elverhøy das 7:8 und brachte den UHK erstmals in Führung. Hasecic legte unmittelbar zum 7:9 nach. Die starke Phase der Wachauer zwang Vöslau bereits nach knapp zwölf Minuten zur ersten Auszeit.
In weiterer Folge schlichen sich auf Kremser Seite allerdings kleinere Fehler und Ungenauigkeiten ein. Die Gastgeber nutzten diese konsequent und drehten die Partie wieder zu ihren Gunsten. Beim Stand von 16:14 in der 22. Minute lagen die JAGS erstmals wieder mit zwei Treffern voran.

Der amtierende Cupsieger blieb jedoch dran. Eine stabile Abwehr rund um Sinan Alkic hielt die Kremser im Spiel, dahinter sorgte Domevscek mit wichtigen Paraden für den nötigen Rückhalt. Nach einer Auszeit von Ibish Thaqi verkürzte Marian Teubert zunächst auf 17:16, ehe Maxim Schalles per Siebenmeter das 18:17 erzielte. Domevscek parierte anschließend einen weiteren Siebenmeter, doch unmittelbar vor der Pause gelang Vöslau noch das 19:17.

UHK bleibt dran, die Wende gelingt nicht

Auch nach Seitenwechsel blieb die Partie intensiv. Vöslau konnte den Vorsprung zunächst auf drei Treffer ausbauen, doch Krems ließ die JAGS nicht davonziehen. Vor allem Maxim Schalles zeigte sich in dieser Phase treffsicher und verkürzte zweimal auf drei Tore. Auch Matthias Höllerer parierte im Tor einige wichtige Bälle.

Der UHK kämpfte sich immer wieder heran, konnte den Rückstand aber nicht entscheidend drehen. Dabei feierte auch Jacob Funk sein Debüt in der Kampfmannschaft und wusste diese zu nutzen. Der Medizinstudent erzielte gleich drei Treffer und verkürzte in der 47. Minute auf 29:27.

Die Wachauer blieben damit in Schlagdistanz. Nach einem weiteren Treffer von Funk und einer Kremser Auszeit traf Neuzugang Jonas Elverhøy in der 53. Minute zum 31:29. Benedikt Rudischer verwandelte anschließend sicher vom Siebenmeterstrich und plötzlich war beim Stand von 31:30 wieder alles offen.

In der entscheidenden Phase gelang es dem UHK allerdings nicht, das Momentum endgültig auf seine Seite zu ziehen. Vöslau antwortete mit zwei Treffern und setzte sich wieder auf 33:30 ab. Eine Zeitstrafe gegen Luca Munzinger knapp drei Minuten vor Schluss erschwerte die letzte Kremser Aufholjagd zusätzlich. Die JAGS nutzten ihre Chancen konsequent und machten mit dem 35:30 die Entscheidung perfekt.

Rudischer setzte per Siebenmeter noch den Schlusspunkt zum 35:31.

Damit geht der druck.at HLA SUPERCUP 2026 an die roomz JAGS Vöslau. Für den FÖRTHOF UHK KREMS bleibt nach einer über weite Strecken offenen Partie die Erkenntnis, dass gegen den Ligakonkurrenten nicht viel fehlte. Eine zu hohe Fehlerquote und fehlende Konsequenz in den entscheidenden Phasen verhinderten letztlich jedoch die Wende.

druck.at HLA SUPERCUP
roomz JAGS Vöslau – Förthof UHK Krems 35:31 (19:17)

Maxim Schalles, Spieler FÖRTHOF UHK KREMS: “Dankeschön an die Kremser Fans, dass sie da waren. Ich denke, im Großen und Ganzen haben wir leider verdient verloren. Hinten raus einfach zu viele Bälle verworfen und es wäre sicher mehr drin gewesen. Man hat schon am Halbzeitergebnis gesehen, dass wir nie richtig in die Abwehr reinkommen. Und trotz, dass der Luki und der Hölli gut gehalten haben, haben wir sie nie gut unterstützt. Ich glaube, die Abwehr war das Hauptproblem. Wir haben heute wohl leider verdient verloren.”

Moritz Bachmann, Spieler roomz JAGS Vöslau: “Wir sind mittlerweile so eingespielt und haben uns über die Spiele einen Flow  erarbeitet. Wir gehen selbstsicherer rein in die Spiele und wenn es einmal enger wird, zweifeln wir auch nicht an uns.  Und ich glaube, das hat heute wieder für sich gesprochen. Außerdem spielen wir mega schnell, machen wenige technische Fehler und das ist, was uns auszeichnet derzeit. Wir starten mit dem ersten Titel und haben mit dem Titel letztes Jahr aufgehört.Ich würde lügen, wenn wir nicht hungrig auf weitere Titel sind.”

Werfer FÖRTHOF UHK KREMS: Rudischer Benedikt (6), Schalles Maxim (5), Hasecic Kenan (4), Teubert Marian (4), Alkic Sinan (3), Funk Jacob (3), Munzinger Luca (3), Elverhøy Jonas Myreng (2), Barta Christoph (1)

Werfer roomz JAGS Vöslau: Baxter John (10), Muck Raphael (5), Tsanaxidis Chrysantos (5), Bachmann Moritz (5), Amigo Boada Joan (4), Mendonca Eduardo Filipe Mota (2), Dell Jonas (2), Giner Duran Roger (1), Abrahao Silveira Leonardo (1)

 

Titelfoto: © Agentur Diener-Eva Manhart