
Nach einer hitzigen Partie gegen die HSG Holding Graz kann sich der UHK über zwei wichtige Punkte fürs obere Play-Off freuen. Trotz Ausfälle von Luca Munzinger, Robin Granlund und Paul Hofmann spielten die Wachauer souverän auf und entschieden die Partie letztendlich für sich.
14. März 2026 | Jil Pastner
Die Kremser starteten mit zwei sicher verwandelten Treffern durch Marian Teubert gut in die hitzige Partie gegen unsere Grazer Freunde. Doch die Steirer ließen nicht lange auf sich warten, glichen rasch aus und fanden zunehmend Zugriff auf den Kremser Angriff. Vor allem in den Anfangsminuten leisteten sich die Wachauer einige überhastete Abschlüsse, wodurch man wenig Stabilität in das Spiel bringen konnte.
Konstant blieb jedoch Lukas Domevscek im Tor der Kremser. Bereits nach 14 Minuten hatte er drei Würfe aus dem Spiel sowie einen wichtigen Siebenmeter pariert. Durch die hektischen Abschlüsse vergab der UHK dennoch einige Chancen, wodurch die Grazer in der 15. Minute erstmals in Führung gehen konnten (6:7).
Die Wachauer ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Thies Bergemann glich zunächst aus, bevor Mario Lippitsch die erneute Führung für die Hausherren herstellte. In dieser Phase lief es für den UHK nahezu perfekt: Während die Grazer zwischenzeitlich in doppelter Unterzahl um jeden Ball kämpfen mussten, gelang den Kremsern ein 5:0-Lauf (11:7, 21. Minute).
Die HSG reagierte mit einem Time-out. Die Ansprache ihres Trainers zeigte Wirkung, denn unmittelbar danach verkürzten die Gäste auf 11:8 (22. Minute).
Die Partie entwickelte sich zunehmend zu einem hitzigen Schlagabtausch. Beide Mannschaften lieferten sich einen leidenschaftlichen Kampf und machten deutlich, welche Bedeutung diese zwei Punkte im Rennen um die oberen Play-off-Plätze haben. Nachdem Marian Teubert noch einmal für Krems traf, verkürzten die Gäste mit zwei schnellen Treffern auf 12:10 (24. Minute).
In der Schlussphase der ersten Hälfte geriet das Spiel kurzzeitig ins Stocken. Beide Angriffe fanden kaum Lösungen, während die Torhüter auf beiden Seiten stark agierten. Erst Mario Lippitsch beendete die rund sechsminütige Torflaute und stellte auf 13:10 (30. Minute).
Nach der Pause eröffneten die Grazer den Torreigen und verkürzten erneut auf zwei Treffer. Doch die Kremser ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Marian Teubert und Kenan Hasecic trafen in kurzer Folge und sorgten wieder für eine komfortable Vier-Tore-Führung (15:11, 33. Minute).
Die Grazer ließen in dieser Phase einige Chancen liegen, wodurch die Wachauer ihren Vorsprung weiter ausbauen konnten (18:12, 36. Minute). Auch wenn beim UHK nicht alles reibungslos funktionierte, ließ man die Steirer nicht entscheidend näher herankommen (19:14, 39. Minute).
Die Begegnung blieb dennoch intensiv. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, während Lukas Domevscek weiterhin mit wichtigen Paraden glänzte. Auch die Defensivreihen arbeiteten auf beiden Seiten stark, dennoch blieb der Speilflusß über die Flügelpositionen gut erhalten (21:16, 43. Minute).
Durch einige technische Fehler im Angriff der Kremser konnten die Grazer zwischenzeitlich auf 23:21 verkürzen und die Partie wieder spannend machen. Doch Matthias Höllerer, der inzwischen im Tor stand, parierte gleich im ersten Angriff. In der Folge traf der spätere Man-of-the-Match Benni Rudischer zweimal hintereinander und stellte den Vier-Tore-Vorsprung wieder her.
Die Grazer versuchten nun mit einer 7-gegen-6-Offensive Druck zu erzeugen und verkürzten erneut (25:23, 51. Minute). Tobias Auß traf jedoch souverän aus dem linken Rückraum, bevor Coach Ibish Thaqi seine Mannschaft zu einem taktischen Time-out zusammenrief. Die Gelb-Roten setzten die Anweisungen direkt um: Thies Bergemann verwandelte einen Siebenmeter zum 27:23 (52. Minute), woraufhin nun auch die Grazer ihre Auszeit nahmen.
Nach einem weiteren Treffer der Gäste war erneut Tobias Auß erfolgreich (28:24, 56. Minute). Obwohl die Steirer in der Defensive alles gaben und gleich zwei Ballgewinne im Kremser Angriff verbuchten, blieb Matthias Höllerer ein sicherer Rückhalt.
Entschieden war die Partie jedoch noch nicht. Höfer verkürzte kurz vor Schluss auf 29:27 (59. Minute). Nach einem Time-out der Kremser landete der nächste Angriff allerdings über dem Tor, wodurch die Grazer 30 Sekunden vor dem Ende noch einmal die Chance auf den Anschlusstreffer erhielten. Diese nutzten sie auch, doch für ein weiteres Tor reichte die Zeit nicht mehr.
Der UHK Krems durfte sich somit über zwei wichtige Punkte im Kampf um die Plätze im oberen Play-off freuen. Nach diesem Spiel rangiert Krems nun auf Tabellenplatz fünf und ist punktgleich mit den Tirolern.