
Die Winterpause ist vorbei, der UHK Krems startet mit frischem Fokus in das neue Handballjahr. Zwischen Skifahren, Junioren Nationalteam-Lehrgang, HNDBL3BEAT-Finale und den ersten wichtigen Partien der Rückrunde richtet sich der Blick wieder klar nach vorne.
Mit Max Stradinger (19) und Tobias Auß (25) treffen dabei im Interview zwei Spieler aufeinander, die nicht nur unterschiedliche Generationen im Team repräsentieren, sondern auch abseits der Platte gut harmonieren. Im Gespräch erzählen sie von einer abwechslungsreichen Winterpause, besonderen Momenten beim HNDBL3BEAT, der Doppelbelastung durch Schule und Studium – und davon, warum man sich beim UHK Krems auch in dieser Saison wieder einiges vornehmen darf.
03. Februar 2026 | Jil Pastner
UHK: Die Winterpause ist vorbei, das neue Jahr hat begonnen. Wie habt ihr diese handballfreie Phase erlebt und wie sehr freut ihr euch jetzt wieder, Handball zu spielen?
Max: Es war wirklich sehr angenehm, einmal genug Zeit für andere Dinge zu haben. Ganz handballfrei war die Zeit für mich allerdings nicht. Anfang des Jahres stand gleich der Junioren-Nationalteam-Lehrgang des Jahrgangs 2006 am Faaker See und anschließend ein Testspiel in Slowenien am Programm. Gemeinsam mit meinen Teamkollegen Marc Gaydusek und Tilen Pausits ist das immer eine tolle Abwechslung zum Ligabetrieb. Mit Max Danhel, Jakob Achilles, Lukas Fritsch und vielen anderen ist es beim Nationalteam immer eine spannende und lehrreiche Zeit. Trotzdem blieb noch ein bisschen Zeit zum Entspannen. Ich konnte mit Freunden in Schladming Skifahren und habe viel Zeit mit Familie und Freunden verbracht.
Tobi: Mir ging es ähnlich. Die Pause hilft echt, um mental runterzukommen, und es ist schön, auch einmal Zeit für Familie, Freunde und andere Dinge zu haben. Ich war ebenfalls mit Freunden in Schladming Skifahren – Stradi und ich haben uns dort dann auch das eine oder andere Mal getroffen *grinst*. Man hat wieder etwas mehr Normalität im Alltag und startet danach mit frischem Kopf in die Rückrunde.
UHK: Direkt nach der Pause stand vergangenes Wochenende mit dem HNDBL3BEATFinale in der Sportarena Wien ein besonderes Event am Programm. Wie habt ihr das erlebt?
Max: Das Event fand ich eigentlich richtig cool. Die Atmosphäre in der Halle war top und auch das ganze Drumherum hat Spaß gemacht. Für uns junge Spieler ist es natürlich ein besonderes Highlight, viel Spielpraxis sammeln zu können.
Tobi: Absolut. Die Final-Four-Stimmung war schon besonders, und die vielen mitgereisten Fans haben uns auch toll unterstützt. Ich glaube, dass sich aus diesem Finalcharakter in den nächsten Jahren echt noch etwas Cooles entwickeln kann. Mit dem Ergebnis können wir zwar nicht ganz zufrieden sein, aber wir sind zuversichtlich, dass wir in den kommenden Wochen auf dieser Leistung aufbauen können.
UHK: Der Blick geht also klar nach vorne. Wie lautet das Ziel für die Rückrunde?
Tobi: Ganz klar: Wir wollen natürlich wieder um den Titel mitspielen – das ist kein Geheimnis. Die Hinrunde lief vor allem zuhause super, unsere Auswärtsbilanz müssen wir noch verbessern. Man sieht aber, was das Heimpublikum für einen Unterschied machen kann. Auch auswärts, diese Woche etwa in Bärnbach, wollen wir zeigen, dass wir stabil auftreten können.
Max: Ja, absolut. Dazu steht demnächst auch das ÖHB-Cup-Achtelfinale gegen Korneuburg am Programm (17.02.2026, Franz Guggenberger Sporthalle). Auch dort wollen wir natürlich wieder oben mitspielen und einen Titel holen.
UHK: Schule und Studium laufen parallel zur Saison. Wie herausfordernd ist diese Doppelbelastung für euch?
Max: Schon fordernd. Ich bin in meiner zweiten Saison in der Kampfmannschaft, dazu kommen Schule (HTL KREMS), Training und Spiele. Da muss man schon gut organisiert sein und das klappt manchmal gut und manchmal weniger gut. *grinst*
Tobi: Bei mir ist es ähnlich. Neben dem Handball studiere ich Geschichte und Geografie auf Lehramt. Das kann phasenweise schon herausfordernd sein, aber das gehört in Österreich einfach dazu, wenn man Handball spielen möchte.
UHK: Max, du spielst mittlerweile die zweite Saison in der Kampfmannschaft und bist gut im Team angekommen. Wer hat dir den Einstieg besonders erleichtert und welche Rolle hatte Tobi dabei?
Max: Ja, Tobi hat mich von Anfang an super aufgenommen. Wir verstehen uns sehr gut und sind auch gleich die ersten Male gemeinsam in die Halle eingelaufen. Er hat mir immer wieder Tipps gegeben, gerade was Abläufe und Kleinigkeiten betrifft. Auch Kenan hat mich sofort aufgenommen, unterstützt und mir gleich einen Platz in der Kabine der ersten Mannschaft freigemacht. Da ich ja auch noch in der HLA Challenge spiele, war das für mich schon sehr cool. Insgesamt hat mir das den Einstieg enorm erleichtert. Auch alle anderen waren von Anfang an sehr unterstützend.
Tobi: Das gehört einfach dazu. Ich versuche, unseren jungen Spielern immer Tipps und Tricks mitzugeben und sie gut einzugliedern. Wir wollen, dass sich alle im Team wohlfühlen.
UHK: Wie sieht ein spielfreies Wochenende bei euch aus?
Max: Sehr entspannt. Freunde treffen, Padel spielen. Mit den anderen jungen Spielern aus der HLA & gemeinsam mit der Challenge-Mannschaft + Mo Mittendorfer *grinst*, vielleicht auch ein bisschen Fantasy Football spielen. Das ist eigentlich immer sehr lustig.
Tobi: Fantasy Football ist nicht wirklich was für mich. Dafür mache ich auch abseits vom Handball gerne viel Sport, gehe Padel spielen und treffe mich mit Freunden.
UHK: Ein Blick über den Verein hinaus: Die EM ist gerade zu Ende gegangen, viele bekannte Gesichter liefen im rot-weiß-roten Trikot auf. Wie nehmt ihr das wahr?
Tobi: Natürlich wäre man selbst gerne dabei, aber man freut sich sehr für die Jungs, die dort spielen dürfen. Ich bin mit einigen Spielern befreundet, Lukas Hutecek ist sogar einer meiner besten Freunde. Ich war auch beim letzten Länderspiel in Wien gegen Tschechien in der Halle. Man gönnt es ihnen einfach und unterstützt sie gerne.
Max: Die EM ist natürlich immer cool. Tobi und ich haben uns sogar ein Spiel gemeinsam angesehen. Da ich im Junioren-Nationalteam spiele, ist mein großes Ziel natürlich auch das A-Nationalteam, aber bis dahin schaue ich mir die Spiele einfach gerne an.
UHK: Wie würdet ihr eure Freundschaft abseits der Platte beschreiben? Unternehmt ihr auch außerhalb der Halle etwas miteinander?
Max: Wie Dick und Doof *grinst*.
UHK: Und wer von euch ist jetzt der Dicke?
Tobi: Also ich weiß echt nicht, was er meint *lacht*. Dick bin ich jedenfalls mal nicht. Ein bisschen Spaß muss wohl immer sein *grinst*. Wir unternehmen schon immer wieder etwas gemeinsam. Letztens habe ich sogar Wraps für die Burschen gekocht. Manchmal gehen wir Padel spielen oder verbringen einfach so unsere Freizeit zusammen.
Max: Stimmt, wir waren auch vor Kurzem gemeinsam essen und gehen ab und zu in die Stadt. Wir verstehen uns wirklich sehr gut.
UHK: Immer wieder taucht bei jungen Spielern die Frage nach einem möglichen Auslandswechsel auf. Wie steht ihr dazu?
Tobi: Aktuell konzentriere ich mich auf das Hier und Jetzt. Ausland ist für mich momentan kein Thema. Ich studiere noch in Wien und will hier meine Leistung bringen. Sag niemals nie, aber im Moment steht das nicht im Fokus.
Max: Irgendwann nach der Schule wäre es für mich natürlich schon cool, im Ausland zu spielen, aber momentan ist das auch bei mir kein Thema.
UHK: Das erste Heimspiel im neuen Jahr fällt auf den Valentinstag. Ein besonderer Termin?
Max: Heimspiele sind immer ein Highlight. Dass es der 14. Februar ist, macht mir eigentlich nichts – im Gegenteil, ich freue mich, den Valentinstag mit einer bestimmten Person verbringen zu können *grinst*.
Tobi: Er meint mich *lacht.* Dass es Valentinstag ist, spielt für uns eigentlich keine Rolle. Wir freuen uns einfach wahnsinnig, wieder zuhause zu spielen. Vor Heimpublikum ist es immer etwas Besonderes, und wir wollen gegen die Füchse gleich wichtige Punkte in der Rückrunde holen. Wichtig ist, dass wir unsere Leistung bringen und darauf freuen wir uns.
UHK: Vielen Dank für eure Zeit und alles Gute für die kommenden Spiele.
Bereits diesen Freitag geht es auswärts gegen die HSG Xenies Lipizzanerheimat in Bärnbach (aktuell Tabellenzweiter) um die ersten Punkte. Und bereits eine Woche später, können sich alle Fans und Freunde des FÖRTHOF UHK KREMS wieder auf ein Heimspiel der Burschen in der Sport.Halle.Krems freuen. Gespielt wird gegen die BT Füchse Auto Pichler.
HLA MEISTERLIGA 2025/26
HSG Xentis Lipizzanerheimat vs FÖRTHOF UHK KREMS
Samstag, 07. Februar 2026, 19.00 Uhr, Sporthalle Bärnbach
HLA MEISTERLIGA 2025/26
FÖRTHOF UHK KREMS vs BT Füchse Auto Pichler
Samstag, 14. Februar 2026, 19.00 Uhr, Sport.Halle.Krems