
Es hat einfach wieder nicht sein sollen. Nach einem regelrechten Glanzstart in die Partie, bei dem die Kremser wie ausgewechselt wirkten, musste sich der FÖRTHOF UHK KREMS am Mittwochabend den HC FIVERS WAT MARGARETEN in der MEHR LEBEN HLA MEISTERLIGA powered by Finanzfuchsgruppe mit 29:33 geschlagen geben
28. Oktober 2026 | Jil Pastner
Nachdem die Kremser am vergangenen Samstag haarscharf aus dem EHF European Cup ausgeschieden waren, wartete mit dem Tabellenzweiten bereits die nächste große Herausforderung auf die Wachauer. Während zuletzt vor allem die Chancenverwertung zu wünschen übrig ließ, präsentierte sich die Mannschaft von Ibish Thaqi zu Beginn der Partie wie ausgewechselt.
Nach dem ersten Treffer der Hausherren legte Luca Munzinger, der nach einem Infekt wieder auf der Platte stand, sogleich zum 1:1 nach. Auch Luki Domevscek zeigte sich von Beginn an souverän und parierte wichtige Bälle. Sinan Alkic stellte auf 2:1 (3. Spielminute). Gerade in der Anfangsphase schien all das zu funktionieren, was den Gelb-Roten in den vergangenen Wochen noch Schwierigkeiten bereitet hatte. Die Defensive stand über weite Strecken stabil und auch im Angriff zeigten die Kremser endlich wieder, welches Potenzial in ihren Reihen steckt.
Nach einem Treffer durch Marian Teubert legte erneut Luca Munzinger nach und stellte auf 5:3 (10. Spielminute). Auch vom Siebenmeterpunkt zeigte sich Fabian Hellerschmid diesmal deutlich treffsicherer als zuletzt gegen die Niederländer. Doch die FIVERS blieben den Wachauern dicht auf den Fersen und verkürzten immer wieder auf ein Tor (9:8, 15. Spielminute).
Nun kam der UHK allerdings erst richtig in Fahrt. Sowohl offensiv als auch defensiv passte nahezu alles. Begünstigt durch mehrere Zeitstrafen aufseiten der Wiener konnten die Kremser nach Treffern von Christoph Barta, Luca Munzinger und Laurenz Kastenhuber erstmals mit drei Toren in Führung gehen (14:11, 20. Spielminute). Ein Vorsprung, der die FIVERS zur Auszeit zwang. Diese zeigte allerdings Wirkung.
Die anfängliche Leichtigkeit der Wachauer, die man in den vergangenen Wochen so sehr vermisst hatte, ging zunehmend verloren. Ganze acht Minuten blieben die Kremser ohne Treffer, ehe Maxim Schalles einen Siebenmeter verwandelte und nach zwischenzeitlicher Führung der Wiener zum 15:15 ausglich (28. Spielminute). Doch die Gelb-Roten taten sich zunehmend schwer, wieder in ihren Spielfluss zu finden. Mit einem knappen 15:16-Rückstand ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Auch in der zweiten Spielhälfte ließ der nächste Kremser Treffer zunächst auf sich warten. Mislav Grgić netzte zum 16:17 ein, bevor Jonas Elverhøy den Ausgleich erzielte. Beide Mannschaften lieferten sich nun ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem die FIVERS stets knapp die Nase vorn behielten (22:24, 43. Spielminute).
Doch die Gelb-Roten ließen sich nicht so leicht abschütteln. Mit viel Kampfgeist arbeiteten sich die Wachauer erneut heran, ehe Jacob Funk in der 49. Spielminute zum 26:26 ausglich. Die Partie blieb bis in die Schlussphase hart umkämpft. Doch erneut schlichen sich zu viele Fehler und Ungenauigkeiten in das Kremser Spiel ein. Die Wiener nutzten diese konsequent aus, setzten sich ab und gaben ihre Führung bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand.
So musste sich der FÖRTHOF UHK KREMS trotz einer über weite Strecken starken Leistung mit 29:33 in der Hollgasse geschlagen geben.
Nächste Chance auf Punkte in Krems
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Wachauern nicht. Bereits am Samstag, 31. Oktober 2026, um 18:00 Uhrempfangen die Kremser den HC LINZ AG in der Sport.Halle.Krems. Dort gilt es, an die starken Phasen der heutigen Partie anzuknüpfen und sich endlich wieder mit zwei Punkten zu belohnen.
Ibish Thaqi: „Das Spiel war sehr eng. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, letztendlich haben Kleinigkeiten entschieden. Ich bin eigentlich zufrieden mit unserer Leistung. Wenn wir ein oder zwei Fehler weniger machen, könnte die Sache auch anders aussehen.“
Peter Eckl: „Wir hatten einen schwierigen Start in die Partie, haben dann aber den Turnaround geschafft. Es lag viel an uns. Wir haben es geschafft, ein hohes Ergebnis zu erzielen, was uns wichtig war. Krems hat uns heute gefordert, aber ich glaube, wir haben verdient gewonnen. Wir sind zufrieden, denn Krems schlägt man nicht alle Tage.“
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