Wachauer konnten starke Anfangsphase nicht belohnen

Am Samstag traf der FÖRTHOF UHK KREMS in der Thermenhalle im Rahmen der MEHRLEBEN HLA MEISTERLIGA powered by Finanzfuchsgruppe auf die roomz JAGS Vöslau. Nach einer starken Anfangsphase und einer zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Führung verloren die Wachauer zunehmend den Zugriff auf die Partie. Zu viele Unterzahlsituationen, vergebene Chancen und Ballverluste brachten Vöslau zurück ins Spiel und Krems am Ende um die Punkte.

03. Oktober 2026 | Jil Pastner

Der FÖRTHOF UHK KREMS startete mit einer stabilen Abwehr in die Partie und konnte sich nach ausgeglichenen ersten Minuten erstmals absetzen. Luca Munzinger traf zum 2:3 (2. Spielminute), Paul Hofmann erhöhte wenig später auf 2:5. Nach einem weiteren Treffer von Munzinger stand es in der 9. Minute bereits 4:8.

Einen starken Rückhalt fanden die Wachauer in Lukas Domevscek. Der Kremser Torhüter, der Anfang der Woche noch beim Nationalteam-Lehrgang unter Iker Romero teilgenommen hatte, entschärfte bis zur 24. Minute alle drei Siebenmeter der Gastgeber und war auch aus dem Feld immer wieder zur Stelle. Krems nutzte diese starke Phase und setzte sich weiter ab. Benni Rudischer stellte auf 8:14 (18. Spielminute) – die bis dahin höchste Führung der Partie.

Doch anstatt den Vorsprung weiter auszubauen, brachten sich die Kremser zunehmend selbst aus dem Rhythmus. Sechs Zeitstrafen allein in der ersten Hälfte bedeuteten zahlreiche Minuten in Unterzahl, dazu kamen ungenaue Abschlüsse. Vöslau nutzte die Fehler und arbeitete sich zurück. Zwar stellte Marian Teubert noch auf 11:16 (24. Spielminute), bis zur Pause war der komfortable Vorsprung aber beinahe aufgebraucht. Mit 16:17 rettete Krems eine knappe Führung in die Kabine.

UHK verliert nach der Pause den Zugriff 

Nach Wiederanpfiff traf zunächst Rudischer, dann kippte die Partie. Krems fand offensiv kaum noch Lösungen, die Abschlüsse wurden hektischer und die starke Torhüterleistung konnte nicht in Tore umgemünzt werden. Vöslau glich erstmals seit der 2. Spielminute wieder aus und ging in der 37. Minute erstmals selbst in Führung. Ein vergebener Kremser Siebenmeter verschärfte die Situation zusätzlich, die JAGS zogen auf 21:18 (40. Spielminute) davon.

Die Partie wurde nun zunehmend zerfahren. Auf beiden Seiten häuften sich Zeitstrafen und Siebenmeter. Boris Ilovparierte gleich drei Kremser Strafwürfe in Folge und drehte damit das Bild aus der ersten Hälfte um. Selbst eine doppelte Unterzahl der Gastgeber konnten die Wachauer zunächst nicht entscheidend nutzen. Matthias Höllerer hielt seine Mannschaft mit einer Parade im Spiel, Christoph Barta verkürzte auf 21:19 – die Wende gelang dennoch nicht.

Auch vom Siebenmeterstrich ließ Krems wichtige Möglichkeiten liegen. Fabian Hellerschmid traf zunächst, scheiterte wenig später jedoch beim nächsten Versuch. Sinan Alkic hielt die Wachauer mit seinem Treffer zum 25:22 in Schlagdistanz, ehe Vöslau den Vorsprung erstmals auf fünf Tore ausbaute.

Krems gab sich dennoch nicht geschlagen. Maxim Schalles übernahm Verantwortung und verwandelte drei Siebenmeter in Folge. Beim 27:25 (50. Spielminute) war die Partie plötzlich wieder völlig offen. Doch genau in dieser Phase fehlten den Wachauern die nötige Konsequenz und Ruhe. Vöslau nutzte weitere Ballverluste und zog fünf Minuten vor Schluss erneut auf vier Tore davon (31:27).

Ein letztes Mal kam Hoffnung auf: Domevscek parierte, Schalles traf vom Siebenmeterstrich und Marian Teubert verkürzte auf 32:29. Näher kamen die Kremser jedoch nicht mehr heran. Zu viele ausgelassene Möglichkeiten und Ballverluste verhinderten die endgültige Aufholjagd.

Nach einer starken ersten Hälfte und einer zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Führung musste sich der FÖRTHOF UHK KREMS den roomz JAGS Vöslau schließlich mit 35:30 geschlagen geben.

Das Future Team setzte sich mit 41:27 durch.