Willkommensinterview mit Maxim Schalles

Mit Maxim Schalles begrüßt der FÖRTHOF UHK Krems einen erfahrenen Linkshänder aus der deutschen 2. Bundesliga. Nach Stationen beim TBV Lemgo, TV Emsdetten, der ESG Gensungen/Felsberg und zuletzt dem TV Großwallstadt möchte der 26-Jährige nun auch in Österreich um Titel kämpfen. Im Interview spricht er über seinen Wechsel nach Krems, seine Ziele und warum ein Traktorführerschein für einen Handballprofi durchaus nützlich sein kann.

07. August 2026 | Jil Pastner

UHK: Herzlich willkommen beim FÖRTHOF UHK Krems! Wir freuen uns schon sehr dich auf der Platte zu erleben. Aber zuerst: warum hast du dich für einen Wechsel zum UHK entschieden?

Maxim: Vielen Dank! Ich wollte schon immer unbedingt einmal in Österreich spielen. Die HLA MEISTERLIGA habe ich in den vergangenen vier Jahren regelmäßig verfolgt und gerade die Spannung die in der Liga zuletzt aufgetreten ist, reizt mich sehr. Der UHK Krems ist ein Verein, der jedes Jahr um Titel kämpft und auch international im EHF European Cup vertreten ist. Diese Perspektive hat mich sofort gereizt und war letztendlich ausschlaggebend für meinen Wechsel.

UHK: Du hast bereits einige Stationen im deutschen Handball hinter dir. Welche Erfahrungen möchtest du nach Krems mitbringen?

Maxim: Ich durfte beim TBV Lemgo erste Erfahrungen im Profibereich sammeln und später über Stationen in Emsdetten, Gensungen/Felsberg und zuletzt beim TV Großwallstadt viel Spielpraxis sammeln. Vor allem in Großwallstadt habe ich  zuletzt viel Verantwortung übernommen. Was ich aus all diesen Jahren mitnehme, sind Wille, Kampfgeist und die Überzeugung, dass man Spiele oft über Mentalität gewinnt. Genau diese Einstellung möchte ich auch beim UHK einbringen.

UHK: Welche persönlichen Ziele hast du dir für deine erste Saison in Krems gesetzt?

Maxim: Ich möchte der Mannschaft so gut wie möglich helfen. Mittlerweile gehöre „leider“ schon zu den erfahreneren Spielern und möchte diese Rolle auch hier gerne übernehmen. Gleichzeitig will ich mit der Mannschaft um jeden Titel kämpfen. Schon Ende August den ersten Titel im druck.at SUPERCUP einzufahren wäre mega!

UHK: Wie würdest du dich als Teamkollegen beschreiben?

Maxim: Ich bringe gerne Humor ins Training und lache viel. Gleichzeitig bin ich auf dem Spielfeld sehr ehrgeizig und möchte immer das Maximum aus mir und der Mannschaft herausholen.

UHK: Was machst du, wenn gerade kein Handball am Programm steht?

Maxim: Ich bin gerne draußen unterwegs. Im Winter fahre ich Ski, ansonsten gehe ich Mountainbiken oder Wandern. Außerdem verbringe gerne ich viel Zeit mit meiner Verlobten und unseren beiden Hunden.

UHK: Wolltest du schon immer Handball Profi werden?

Maxim: Nein, das kam dann echt einfach mit der Zeit. Neben dem Handball habe ich immer großen Wert auf meine Ausbildung gelegt. Ich absolviere ein Fernstudium im Agrarmanagement, habe eine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann abgeschlossen und habe zusätzlich in Teilzeit in der Finanzbuchhaltung gearbeitet. Außerdem besitze ich sogar einen Traktorführerschein *lacht*. Meine Freundin ist Physiotherapeutin und war ebenfalls bei meinem bisherigen Verein tätig.

UHK: Das klingt für unsere Weinbau Partner ja besonders spannend! 😉 

Maxim: Ja das habe ich auch sch0n gehört. Für mein Studium würde mir ohnehin noch das ein oder andere Praktikum fehlen… *lacht*.

UHK: Oh da wird jetzt bestimmt die ein oder andere Anfrage eintrudeln 😉 . Welcher Moment deiner bisherigen Karriere ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Maxim: Da gibt es gleich mehrere. Besonders emotional war das entscheidende Heimspiel um den Klassenerhalt mit Großwallstadt, als ich den letzten Siebenmeter verwandeln konnte – das war schon sehr besonders. Unvergesslich bleiben aber auch meine ersten Bundesliga-Tore gegen die SG Flensburg-Handewitt.

UHK: Das glauben wir dir. Du warst in der vergangenen Saison einer der treffsichersten Spieler des TV Großwallstadt. Was dürfen sich die UHK-Fans von dir erwarten?

Maxim: Sie können sich auf einen sehr emotionalen Spieler freuen, der immer alles gibt. Egal wie das Spiel läuft, ich werde mich zu 100 Prozent reinhauen und bis zur letzten Sekunde kämpfen. Tore sind natürlich schön, aber am wichtigsten ist, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind.

UHK: Welche Botschaft möchtest du den UHK-Fans zum Saisonstart noch mitgeben?

Maxim: Ich hoffe, dass möglichst viele Fans in die Halle kommen und uns lautstark unterstützen. Gemeinsam können wir die Heimspiele zu etwas Besonderem machen und dafür sorgen, dass sich jede Gastmannschaft in Krems schwertut.

UHK: Maxim, vielen Dank für diese Einblicke und herzlich Willkommen in Krems!